RolePlay Retros - eine neue Generation? TEIL 1
Geschrieben von: Jusuf

Geschrieben am: 01.02.2018

Schon seit einigen Monaten gibt es in der deutschen Retroszene sogenannte RolePlay Retros, welche sich von den normalen Hotels deutlich unterscheiden. In der ausländischen Szene sind RolePlay Retros jedoch keine neue Sache mehr - dort gibt es sie schon seit Jahren.


Doch was ist überhaupt ein RolePlay Retro?


In alltäglichen Retros gibt es viele verschiedene Räume, es gibt GameX, welche Events für die User bauen, es gibt einen Navigator, mit dem man den Raum wechseln kann und hauptsächlich unterhält man sich mit den anderen Usern und freundet sich auch an. In einem RolePlay Retro ist das aber anders - hier muss man sich, wie im echten Leben, alles selber erarbeiten. Es gibt keinen Navigator, mit dem sich der Raum wechseln lässt. Wenn man den Raum wechseln möchte, muss man durch die Stadt laufen oder ein Taxi zum Zielort rufen. Auch besitzt man am Anfang kein Geld und muss sich dieses selber erarbeiten - beispielsweise durch Jobs, welche auf der Homepage gelistet sind. Jeder verdient sein eigenes Geld und jeder entscheidet für sich selber, ob er zivil oder lieber kriminell leben möchte. Man kann in einer Bücherei lernen gehen, im Fitness Studio trainieren gehen oder andere User beklauen oder töten. Es spielt sich also quasi so ab, wie im echten Leben.


Viele sind von diesem System überzeugt und es macht wirklich Spaß in einem RP (Abkürzung für RolePlay) zu spielen. Für Neulinge ist das aber ein wirklich kompliziertes und neues System, was auch schon dazu geführt hat, dass User gegangen sind, da sie einfach keine Ahnung vom System haben und sich noch nicht auskannten. Hier könnten die Retros beispielsweise mit einem Tutorial o.ä. nachrüsten.


Doch wie kam es überhaupt dazu, dass die deutsche Szene jetzt auch RolePlay Retros hat?


In der ausländischen Szene fing natürlich alles an - es wurde ein RolePlay System entwickelt und es kam Online. Anscheinend kam das System gut an, und andere haben sich davon inspirieren lassen. Ein sehr wichtiger Schritt für die deutsche Szene war, dass es ein Hotel gab, welches auch auf ein RolePlay System aktualisiert hat. Und dies geschah dann auch! Das Hotel Hubba.la ist nun ein RolePlay Retro. Das System ist noch neu und mögliche Fehler müssen noch behoben werden - aber es war ein wirklich wichtiger Schritt für die deutsche Szene.


Nachdem die grundlegenden Dinge funktionierten, ging das werben los. Hubba war das erste deutsche Retro, welches ein RolePlay System anbot - das fanden viele Spieler sehr spannend und so wuchs die Userzahl in die Höhe vom Hubba. Das HubbaLA gehört Robin, welcher die Technik und das Developing macht, und anis als Hotelbesitzer und Head-Builder. Gemeinsam mit Platinum, einem Adminstrator im Hubba und Awkward, einer Moderatorin, hat das Hubba ein starkes Team, was auch dafür gesorgt hat, dass Hubba nun so bekannt ist. 


Nach einer gewissen Zeit haben sich einige Hotelbesitzer inspirieren lassen und sind auch auf eine RolePlay Version umgestiegen - meist waren das kleine Hotels. Fans von RolePlay sind ab und an in die Hotels gegangen und haben ihre Zeit vertrieben, aber lange war das nicht der Fall. Die meisten Retros haben dann wieder geschlossen, weil es sich einfach nicht gelohnt hat. Derzeit ist auch ein RolePlay Namens Babbo.me im Aufbau, wir werden sehen, was sich ergibt.


Doch jetzt nochmal genau - Hubba war das erste RolePlay Retro in der deutschen Szene. Wie kam es überhaupt dazu, dass Hubba auf RolePlay umgestiegen ist? Haben sich die anderen deutschen RolePlays von Hubba inspirieren lassen? Wahrscheinlich schon, denn vor dem Update von Hubba war RolePlay in der deutschen Szene sehr unbekannt. Doch wieso ist Hubba denn jetzt auf RolePlay umgestiegen?


Ich führe ein Interview mit Robin, dem Developer des Hubbas um etwas genauer erfahren zu können, wie alles ablief.


Jusuf: Hallo Robin, ich danke dir, dass du dir die Zeit für ein Interview genommen hast. Ich möchte mit dir über dein Hotel Hubba.la sprechen. Kannst du mir sagen, wie du auf die Idee für ein RolePlay Retro kamst? Schließlich war Hubba davor ein normales Retro (R63A/B/C). Was führte dazu, dass ihr umgestiegen seid?


Robin: Hallo Jusuf, ich danke dir für die Gelegenheit. Wir sind 2017 umgestiegen und wurden das erste, rein auf Roleplay bassierende Retro in der deutschen Szene. Allerdings hatte ich mit einem früheren Partner von mir bereits 1 Jahr zuvor dieses Thema besprochen. Damals hielt ich es für keine gute Idee. Es war komplettes Neuland. Man hätte sich erst in die Materie einarbeiten müssen. Ausserdem hab ich zu dem Zeitpunkt noch wenig selbst gecoded. 2017, als ich schon mehrere Funktionen alleine gecoded habe, kamen wir zum Entschluss, dass wir das erste Roleplay in Deutschland werden möchten. Wir setzten uns direkt an die Umsetzung und daraus wurde eine schöne erste Version gebildet.


Jusuf: Woher wusstest du, dass RolePlay so gut laufen wird?


Robin: Nun ja, es ist ja bekannt, dass es in der englische Szene schon seit Jahren erfolgreiche Roleplay Retros gibt. Diese Userzahlen kann man selbstverständlich nicht mir der deutschen Szene vergleichen. Als ich das erste Mal ein englisches Roleplay gespielt habe, fand ich die Idee ganz lustig. Roleplays heben sich von den "langweiligen" Retros, die wir uns gewohnt sind, komplett ab. Man hat viel mehr Möglichkeiten die User zu unterhalten. Es gibt viele kleine Funktionen die dafür sorgen, dass die User auch stundenlang freude am Spiel haben ohne, dass man permanent Events durchführen muss. Das Problem in der deutschen Szene ist, dass in den normalen Retros die meisten Spieler AFK sind und einfach nur online sind ohne wirklich etwas zu unternehmen oder mit anderen zu kommunizieren. Dieses Problem hat ein Roleplay Retro meiner Meinung nach nicht!


Jusuf: Gut, es stimmt schon, dass wir an die inzwischen langweiligen Retros gewohnt sind und da hat das RolePlay nochmal richtig einen Start gemacht. Nun mal eine Frage nebenbei: Wie hast du dir dein Team zusammengestellt?


Robin: Mein Partner Anis war bereits in den Anfangstagen meiner ersten Retros mit im Team. Ich lege Wert auf loyalität, weshalb komplett neue Staffmitglieder bei mir auch eher eine Seltenheit sind. Wenn sich etwas im Team ändert sind es meistens alte Staffs aus früheren Versionen, die wieder zurück im Team sind. Auch Ali (Platinum) ist schon seit über 1 Jahr (mit einem kleinen Unterbruch) im Team dabei. Dies gilt auch für Tiff (Awkward). Jedes Teammitglied bringt seine ganz eigenen Qualitäten und Stärken mit. Das Team ergänzt sich gut - wir arbeiten schon lange miteinander, sodass wir wissen, wer welche Arbeiten erledigen kann und wie wir den Usern die beste Spielerfahrung bieten können.


Jusuf: Wie reagierten deine Mitarbeiter darauf, als sie erfuhren, dass du auf RolePlay umsteigen möchtest?


Robin: Ich treffe solche Entscheidungen grundlegend nicht alleine. Ich habe damals bei Anis die Idee geäussert. Auch wenn er damals noch nicht mein Partner war, hab ich viele Sachen mit ihm abgesprochen. Dies lag daran, dass er von meinem Team am längsten bei mir als Staff tätig war und wir uns gut verstehen. Seine Antwort dazu war: "Warum machen wir das dann nicht?". Dies war der Startschuss! Die restlichen Staffmitglieder waren über diesen Entscheid positiv überrascht. Sie sind dem Thema aufgeschlossen gegenüber getreten und haben sich, während wir im Aufbau waren, langsam an die Materie gewöhnt und sich in das Thema "Roleplay" selbstständig eingearbeitet, sodass wir mit einem erfolgreichen Start beginnen und die User von Anfang an optimal einführen konnten, da für die meisten User Roleplays Neuland waren.


Jusuf: Bist du zufrieden mit dem Ergebnis von deinem RolePlay und findest du, dass sich die Arbeit gelohnt hat?


Robin: Ich bin mit der ersten Version mehr als zufrieden. Die Arbeit hat sich absolut gelohnt. Die User haben das Roleplay sehr gut aufgenommen und ich bin mir sicher, dass sobald wir wieder online sind, der Hype weiter ansteigen wird. Meiner Meinung nach sind die RolePlay's die Zukunft der Retroszene.


Der Bericht geht noch weiter! Um weiter lesen zu können, klicke hier.

Denni
gepostet am 09.02.2018 um 15:46 Uhr
Grandioser Artikel! Das Projekt "Hubba.la" ist zwar die Konkurrenz von meinem zukünftigen Projekt "Babbo.me" nichts desto trotz wünsche ich dem Projekte LA weiterhin viel Glück, viel Erfolgt und selbstverständ lich dem Team weiterhin das beste. Ich kann mir gut vorstellen das LA weiterhin an tolle Ideen kommen wird um ihre Community zu Unterhalten.